Macaco
Macaco nennt man den langen Holzkolben oder Stößel, mit dem die Traubenschalen nach dem Treten der Trauben im lagar kontinuierlich unter den gärenden Most getaucht werden. Die Person, die mit dem macaco arbeitet, steht dabei meist am Rand des lagar oder auf einem Brett, das über das Becken gelegt wurde. Der Kolben wird in die auftreibenden Traubenschalen gestoßen und gedreht, um die Schalen unter die Oberfläche zu bringen. Der permanente Schalenkontakt ist wichtig, damit der gärende Most ein Maximum an Farbe, Tannin und Aromen extrahieren kann.
Magnum
siehe 'Flaschengrößen'
Marão
Die hoch aufragende Serra do Marão im Westen der Douro-Weinberge schützt die Reben vor den kühlen, oft regenschweren Winden vom Atlantik. Der höchste Gipfel der Gebirgskette ist 1415 Meter hoch. Für die Händler, die im 17. und 18. Jahrhundert Wein aus dem Dourotal kaufen wollten, war die Serra do Marão ein nahezu unüberwindliches Hindernis. Einer der ersten englischen Händler, die diese beschwerliche Expedition unternahmen, war Peter Bearsley, der Sohn unseres Unternehmensgründers.
Marcos de feitoria
Im Jahr 1756 erließ der Erste Minister von Portugal Marquês de Pombal eine Reihe weitreichender Reformen, um Produktion und Verkauf von Portwein zu regulieren und dadurch seine Qualität und seinen Ruf zu schützen. Dazu gehörte die geografische Festlegung der Weinberge für Portwein, um sie von denjenigen abzugrenzen, deren Qualität man als nicht ausreichend erachtete. Die Grenzen wurden mit 335 steinernen Stelen, den marcos de feitoria markiert. Pombals damals visionäre Maßnahmen waren Vorläufer der geschützen Ursprungsbezeichnung, wie der französischen AOP oder der deutschen gU.
Marquês de Pombal
Sebastião José de Carvalho e Melo, Graf von Oeiras und Marquis von Pombal war portugiesischer Staatsminister unter König José I. Zu seinen Heldentaten zählt insbesondere der Wiederaufbau der Stadt Lissabon nach dem schrecklichen Erdbeben und der Flutwelle im Jahr 1755. Pombal war auch verantwortlich für die geografische Eingrenzung des Portweinanbaugebietes im Jahr 1756 sowie die Klassifizierung seiner Weinberge im darauffolgenden Jahr. Er erließ außerdem eine Reihe von Gesetzen zur Regulierung der Portweinproduktion und seines Verkaufs. Damit schuf er die erste moderne geschützte Ursprungsbezeichnung und half, die Zukunft des Portweines als einem der großen Klassiker der Weinwelt zu sichern.
Mortórios
Wie nahezu überall in Europa verwüstete die Reblaus auch am Douro die Weinberge. Die schlimmsten Jahre waren die 1870er. Die Reblaus (lat. phylloxera vasatrix) fügte der Wirtschaft des Landes erheblichen Schaden zu. Zahllose Weinbergbesitzer standen vor dem Ruin und waren nicht in der Lage, ihre Weinberge wieder aufzupflanzen. Einige dieser verfallenen Terrassen sind noch heute in manchen Teilen des Tales zu sehen, wo nun meist Oliven oder Mandelbäume, statt Reben wachsen. Am Douro nennt man diese verlassenen Weinberge mortórios. Erst in jüngerer Zeit wurden viele mortórios, vor allem in den qualitativ hochwertigen Anbaugebieten, neu bepflanzt, wiewohl die alten ummauerten Terrassen oft zu baufällig sind, um wiederaufgebaut zu werden.
Most
Most ist der noch nicht vollständig zu Wein vergorene Traubensaft, d.h. im Most haben die Hefen den natürlichen Traubenzucker noch nicht komplett in Alkohol umgewandelt. Bei der Portweinbereitung wird dem noch gärenden Most hochprozentiges Weindestillat zugegeben, das die Vergärung stoppt und im Wein eine natürliche Most- oder Saftsüße bewahrt.


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